WISSING: Anspruch auf EZB-Präsidenten nicht vorschnell aufgeben
..Pressemitteilung von Dr. Volker Wissing, MdB vom 12. Februar 2011 BERLIN. Zu dem angekündigten Rücktritt des Präsidenten der Bundesbank, Axel Weber, erklärt der finanzpolitische Sprecher der FDPBundestagsfraktion Volker WISSING:Die FDP bedauert das Ausscheiden des Präsidenten der deutschen Bundesbank und dankt diesem für sein Engagement für die Stabilität der Währung. Kaum jemand hat die Forderung Deutschlands nach einer stabilitätsorientierten Geldpolitik so deutlich vertreten wie Axel Weber. Es ist daher sehr bedauerlich, dass dieser für die Nachfolge des Präsidenten der Europäischen Zentralbank nicht mehr zur Verfügung steht. Wichtig ist aber auch, dass Deutschland seinen Anspruch auf die Position nicht vorschnell aufgibt.
Deutschland hat sich im Rahmen der Euro-Rettung sehr stark finanziell engagiert, es ist deshalb nur angemessen, wenn unser Land maßgeblich in die Gestaltung der gemeinsamen Währungspolitik eingebunden ist. Die Position des EZB-Präsidenten ist hervorragend dafür geeignet, sicherzustellen, dass die Geldpolitik der Eurozone auch in Zukunft stabilitätsorientiert sein wird. Wer vorschnell Posten aufgibt, stärkt seine Position nicht, sondern schwächt diese. Die Bundesregierung ist daher gut beraten, an dem Anspruch auf die Nachfolge Trichets festzuhalten, um ihrer Forderung nach einer stabilitätsorientierten Geldpolitik Nachdruck zu verleihen.


